Der Asana Teil des Ashtanga Yoga ist im Grunde so ein bisschen wie eine ArtNight.

… mehr oder weniger haben wir alle die gleichen Ideen und Vorstellungen, wie es werden soll …
… mehr oder weniger haben wir alle die gleichen Beweggründe, warum wir es tun …
… mehr oder weniger haben wir alle die gleichen Ziele, was dabei einmal raus kommen soll …
… mehr oder weniger haben wir alle das gleiche Handwerkszeug dabei …

… wir bringen alle aber ganz unterschiedliche Erfahrungen mit …
… wir bringen alle ein individuelles Mass an Disziplin mit …
… wir bringen alle unterschiedliche Gefühle und Träume mit …
… wir bringen unterschiedliche emotionale und körperliche Erfahrungen mit …

… und dennoch kommen wir alle zu unserer Leinwand – unserer Matte – und bringen unser Werkzeug – unseren Körper, die Props, unsere Zeit mit… und erwarten dann das immer selbe Ergebnis???
… hm… das wäre irgendwie schwachsinnig und überhaupt nicht realistisch, oder??? DAS wäre verrückt!

Tut euch alle mal einen Gefallen.. wenn ihr das nächste Mal auf die Matte kommt… dann schränkt euch nicht selbst ein, indem ihr einen “vorgefertigten Rahmen” versucht zu befüllen, sondern respektiert und achtet eure jeweils individuelle, ganz eigene wunderbare “Geschichte”, die euch zu eben diesem einen Moment geführt hat – und die Basis des Gelingens mitgestaltet – und dann lasst einfach alles fließen…

Wenn man die Bilder einer ArtNight betrachtet, dann sieht man direkt: Alle hatten das gleiche Motiv, die gleichen Mittel und die gleichen Rahmenbedingungen. Und dennoch… sind zum Teil völlig unterschiedliche kleine Kunstwerke entstanden – von denen keines besser oder richtiger als das andere ist. Nein.. sie sind einfach so individuell und wunderschön einzigartig, wie ihre Maler.

Komm also einfach zu Deiner Praxis und tue es! Mit Atem. Mit Liebe. Mit Güte und Achtsamkeit. Und alles ist gut 🙂